Umweltschule

 

Nach dem Gewinn des Umweltpreises der Stadt Gießen im Jahr 2003 nahm die Kleebachschule mit verschiedenen Projekten an weiteren Umweltwettbewerben teil. Im Jahr 2004 erhielten wir die Auszeichnung "Umweltschule in Europa". Im Jahr 2007 folgte die der Titel "Umweltschule - Lernen und Handeln für unsere Zukunft". Die Verleihung des Zertifikats Umweltschule erfolge zum dritten Mal im Jahr 2009. 

 

 

Die zahlreichen Auszeichnungen hat die Kleebachschule dem großen Schulgarten zu verdanken. Zu unserem Schulgarten gehören:

  • ein großer Schulgarten
  • 4 Hochbeete
  • eine Kräuterspirale
  • eine Blütensträucherhecke
  • verschiedene Nadelgehölze
  • eine Naschhecke mit Beeren
  • einen Sitzkreis unter Zwetschgenbäumen
  • Apfelbäume
  • Nistkästen für heimische Vögel
  • Nisthilfen für Wildbienen

Der Schulgarten wird passend zu den Jahreszeiten und bei vielen Unterrichtsthemen im Sachunterricht einbezogen. Im Unterricht werden die Lernfelder Pflanzen, Tiere und Wasser durch die Kompetenzen Beobachte, Vergleichen, Unterscheiden, Messen und Untersuchen zu verknüpfen. 

Nicht nur im Fach Sachunterricht, sondern auch in anderen Bereichen in die Unterrichtsarbeit z.B. bei Projekttagen genutzt:

  • Versuche und Basteln mit Naturmaterialien
  • Kochen mit Gartenprodukten und Kräutern

 

 


Neuer Ort für Wildbienenhotel

Am Fuße der ehemaligen Kreisabfalldeponie Allendorf/Lahn herrscht reges Treiben: Ein großer Schilfmattenzaun wird ausgerollt, Gartenscheren weitergereicht, Bast geflochten. Insgesamt 18 Drittklässler und ihre Lehrerin von der Kleebachschule machen sich bereit, um das alte Wildbienenhaus vom Schiffenberger Tal mit neuem Nistmaterial zu versehen. Alle sind hoch motiviert und voll konzentriert. Elke Hochgesand und Monika Schütz von der Nabu-Ortsgruppe Gießen begleiten den Projektbeginn mit fachlichem Knowhow, heißt es in einer Pressemitteilung des Nabu. Dies geht einher mit dem von Allendorfs Ortsvorsteher Thomas Euler initiierten Bienenweidenprojekt.

Die Gruppe musste genau hinschauen und entscheiden, welche der alten Materialien erhalten bleiben können. In die alten Baumscheiben mit Bohrlöchern hatten bereits einige Wildbienen ihre Nester gebaut, obwohl das Bienenhaus erst seit Kurzem dort stand. Belegte Holzstücke wurden belassen, leere jedoch aussortiert. "Wenn Risse und Sprünge im Holz sind, kann leicht Feuchtigkeit eindringen und die Bienenbrut verschimmelt", erläutert Elke Hochgesand. Und Monika Schütz fügt hinzu: "Es heißt zwar immer Bienenhotel, aber das ist genau genommen falsch. Bienennisthilfe wäre der treffendere Ausdruck." Die Bienen legen ihre Eier ab und tragen Futter für die Larven ein, damit der geschlüpfte Nachwuchs sich zur fertigen Biene entwickeln kann.

Zwei Stunden werkeln die Schüler an den neuen Füllmaterialien. In mehreren Gruppen werden kurze Schilfbündelrollen aus dem alten Zaun geschnitten, Bastschnüre zum Zusammenbinden geflochten, hohle und gefüllte Pflanzenstängel sortiert und abgelagerte Brombeertriebe geglättet. Da ein großer Teil der Wildbienen im Boden brütet und offene Bodenstellen in der Landschaft sehr selten vorkommen, wurde zudem eine große Eisdose als Sandkiste vorbereitet. Damit Wildbienen im Boden nisten können, müsse der Sand nicht nur grabfähig sein, sondern auch gewisse "Klebeeigenschaften" haben, sonst falle die gegrabene Brutröhre zusammen.


Kleebachschüler legen eine Wildblumenwiese an

Nach einem 25 minütigen Fußmarsch zum ehemaligen Deponiegelände in Allendorf stärkten sich die Kleebachschüler zunächst einmal, um genügend Power für ihren Einsatz für den Naturschutz zu haben. Anschließend hörten sie der Begrüßung durch Ortsvorsteher Thomas Euler, der Vorstellung aller Anwesenden und den Ausführungen von Markus Staab vom Fachdienst Abfallwirtschaft, der einige wichtige Verhaltenshinweise für das Deponiegelände gab, gespannt zu. Für seinen unermüdlichen Einsatz für die Bienenschutzmaßnahmen auf dem ehemaligen Deponiegelände überreichte der NABU Gießen Thomas Euler ein kleines Dankeschön.

Obwohl die Grundschüler der 2. und 3. Klasse schon sehr viel über den Nutzen von Honig- und Wildbienen wissen, können aufgrund eines 100€-Gutscheins der Firma REVIKON, überreicht von Daniel Beitlich, Sachbücher zum Thema Bienen und Insekten für die Bücherei angeschafft werden. Schließlich möchten die Naturschützer Experten auf diesem Gebiet werden und auch im Schulgarten weitere Maßnahmen zum Schutz von Wildbienen ergreifen. 

Nun konnten die Kleebachschüler es aber kaum noch erwarten die Sand-Samen-Mischung auszubringen. Damit der Samen gut keimen kann, bewässerte die Freiwillige Feuerwehr die Fläche mit einem Sprühregen. Die beiden Umweltdezernentinnen Gerda Weigel-Greilich (Stadt Gießen) und Christiane Schmahl zeigten große Freude über das Engagement der kleinen Umweltschützer. 

 

Um den mit der Wildblumenwiese und den Pflanzen in der unmittelbaren Umgebung des Geländes angelockten Wildbienen geeignete Nistplätze anbieten zu können, wurde außerdem das vormals auf dem Schiffenberg beheimatete Insektenhotel auf dem Deponiegelände aufgestellt. Die Aufgabe der Kleebachschüler wird eine neue Bestückung mit geeignetem Material sein. Die Zeit nach dem Einsäen wurde noch rasch für einen ersten Blick auf das nächste Projekt genutzt. Unter fachkundiger Anleitung von Roland Hels, ehemalige NABU Ortsgruppe Allendorf, Monika Schütz, 2. Vorsitzende NABU Gießen und der Diplom-Biologin Elke Hochgesand erhielten die Grundschüler erste Informationen zur Vermehrung der Wildbienen. Dafür zeigte Frau Schütz den Kindern einen ausgehöhlten Pflanzenstängel mit mehreren Nistkammern. 

 

 


Insektenbeet im Schulgarten

Mit den Marianne Arndt aus der Klasse 4 der Kleebachschule am Allendorfer Dorffest gesammelten Spenden zugunsten von Insekten, wurde Mitte April ein Insektenbeet im Schulgarten angelegt. Nachdem die Kinder tatkräftig die Grasnarbe entfernt haben, wurde der Boden umgegraben. Zusammen mit ihrer Mutter hat Marianne zahlreiche insektenfreundlichen Stauden und Bienenweiden ausgewählt und einen Pflanzplan erstellt. Anschließend wurden die Pflanzen bei der Baumschule Rinn und der Gärtnerei Engelhardt gekauft. Sichtlich erfreut über die Idee der Grundschülerin spendete die Baumschule Rinn einen Teil der Pflanzen. Auch Mariannes Oma ließ sich zu einer weiteren Spende in Form von Stauden hinreißen. Neben den Pflanzungen wurden Teile des Beets als Saatstreifen für einjährige insektenfreundliche Blumen genutzt. Ein Gießdienst in den Osterferien sorgte für eine ausreichende Wasserzufuhr. Nun sind alle gespannt auf die ersten Blüten und die Beobachtung der Insekten. 

 

 


Schulgartenaktionstag

An zwei Samstagen im Jahr wird zur Pflege oder zur Verwirklichung neuer Projekte ein Aktionstag im Schulgarten veranstaltet. Viele freiwillige Helfer aus der Elternschaft sorgen mit unseren Schülerinnen und Schülern für die Pflege unseres großen Schulgartens. Unkraut wird gejätet, Neupflanzungen werden vorgenommen, Sträucher und Bäume werden geschnitten und der Teich wird gereinigt. 

 

 


Gesundheitsfördernde Schule

 

Folgende Teilzertifikate der gesundheitsfördernden Schule konnte die Kleebachschule bereits erlagen:

  • Teilzertifikat "Bewegung und Wahrnehmung" - Bewegung und Wahrnehmung bilden als Einheit die Grundlage für die menschliche Entwicklung 
  • Teilzertifikat "Ernährung und Verbraucherbildung" - Kinder müssen sich in der heutigen multioptionalen Ernährungswelt zurecht finden und täglich vielfältige Konsumentscheidungen treffen